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Posts mit dem Label "Philosophie" werden angezeigt.

Das Konzept des radikalen Todes.

Ein radikaler Tod ist kein physischer Tod, sondern ein Haltungswechsel. Er beginnt mit der Akzeptanz, dass diese Welt nicht die ist, die wir uns gewünscht haben, und mit der Erkenntnis, dass es keinen Weg gibt, sie zu retten – als könnten wir einfach andere Politiker wählen und die Welt würde sich von selbst heilen. Das ist die Falle: Wenn wir nur versuchen, kaputte Dinge zu reparieren, bleibt unser Geist gefangen in der gegenwärtigen Welt – jener Welt, die wir gerade erst als überflüssig erklärt haben. Indem wir einen Schritt zurücktreten, befreien wir uns von Arbeit und anderen Zwängen, die uns nicht mehr dienen. Wenn wir so tun, als wären wir bereits tot – wie jene Soldaten mit dem Totenkopfsymbol –, dann haben wir nicht nur nichts mehr zu verlieren, sondern niemand kann uns jemals etwas nehmen. So werden wir mächtiger als zuvor. Anstatt auf eine bessere Zukunft zu hoffen, erkennen wir, dass ein wahrer Neuanfang realistisch betrachtet damit beginnt, durch die Hölle zu rasen und mit ...

Wer ist der wahre Hinterwäldler? Der Bauer oder der Stadtmensch?

 Als ich im Juni 2006 nach München umsiedelte, erzählte die Bankmitarbeiterin am Goetheplatz, dass die Mehrheit der Vierteleinwohner ihren Viertel noch nie verlassen hatte. Man wurde dort geboren, wuchs dort auf, ging dort in die Schule, arbeitete in der Nähe, und starb dort. Ich war entsetzt. Gerade diese menschliche Unbeweglichkeit wollte ich entfliehen. Der wahre Hinterwäldler ist vielleicht nicht der bäuerliche Kleinmann, der in irgendeinem Gehöft am Rand der freien Natur lebt, sondern der Stadtbürger, der sich in seinem Straßenwald hinter Betonmauern versteckt, und sich dennoch schamlos ‘kosmopolitisch’ nennt, obwohl er die ‘Anderen’ höchstens zweimal am Tag im öffentlichen Straßenverkehr begegnet ohne sie zu grüßen. Ist dieser Innenstadtbewohner wirklich der Fahnenträger der multikulturellen Gesellschaft? Nein, unbedingt nicht. Die Viertel der deutschen Großstädte wie in Berlin, München, Oberhausen, und Hamburg schauen inzwischen eher aus wie Johannesburg während der Zeit...

Der Weg zur Selbstverwaltung

Der Mensch und sein langer Aufstieg von der Leibeigenschaft in die Freiheit S eit dem Tag, dass der Mensch aus der Wildnis aufwachte, hat er über die Frage meditiert, wie man mit Anderen in einer Gesellschaft zusammenleben soll. Was wir heute Gesellschaft nennen, entstand vor mehr als fünftausend Jahren im alten Mesopotamien, 1 das Gebiet zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris im heutigen Irak. Aber abgesehen von schnellen Entwicklungen im Bereich Wissenschaft und Technologie hat sich ziemlich wenig verändert. Wie die alten Sumerer, Akkader und Babylonier verlassen heutige Gesellschaften sich auf Landwirtschaft, Tierproduktion, Kinderunterricht, Städtebau und Wirtschaftsplanung. Mehrere tausend Jahren hat die Aussicht auf Alkohol und Frauen junge Männer verführt, in die Großstadt arbeiten zu kommen, 2 wo herrschende Familien entweder ihre Arbeit ausbeuten würden, oder im Fall eines gelegentlichen Männerüberschusses sie wieder in Kriege abzuschieben. Im Gegensatz zu unserem demokr...

Der Wille zum Sinn

Wer verursacht eigentlich wen, der Mensch oder seine Wirklichkeit? «Was ist der Sinn des Lebens?» Diese Frage stimmt nicht, weil das Leben keinen Sinn hat . Das Leben ist Sinn. Ein Sinn im Leben ist außerdem nicht etwas, was jemand für sich alleine in Anspruch nimmt, sondern das, was man anderen gönnt. Das Leben gönnt dem Universum seinen Sinn. Wir erschaffen einen Sinn durch Platz für Sinn zu schaffen . Der Sinn kämpft gegen eine entgegengesetzte Kraft, die sie wegschieben muss — einen Widersinn. Das Leben ist die weg-schiebende Kraft. Dass das Leben sinnvoll ist, legt einen freien Willen nahe, um diesen Sinn zu gestalten. Schließlich, was für einen Sinn gäbe es in einem rein deterministischen Universum, ohne einen freien Willen zu entdecken? Falls das Universum tatsächlich deterministisch wäre, müssen wir uns darüber verwundern, woher dann die Idee eines freien Willens käme. Wie kann etwas, was keinen freien Willen besitze, auf die Idee kommen, dass es doch so etwas wie einen frei...

Geld, Macht und Einfluss

Wofür sollte man leben? In diesem kurzen Artikel gebe ich meine Ansichten über Geld, Macht und Einfluss. Wofür sollte man leben? Geld Laut Verhaltensforschung macht Geld Amerikaner glücklicher, bis zu einem Bruttojahreseinkommen von $60.000. Darüber hinaus macht Geld jemanden nicht glücklicher, solange man es nicht für andere Menschen ausgibt. Geld hat eine Sicherheitsfunktion: das Ertragsgesetz, oder das Gesetz des sinkenden Grenzertrags. Je mehr man für Geld arbeitet, desto weniger verdient man. Das Auto, das doppelt so luxuriös ist, kostet zehnmal so viel, nicht doppelt so viel. Das Leben von Milliardären kann zwanzigmal so spannend sein wie das Leben von Millionären, aber nicht eintausendmal so spannend. Geld für dich arbeiten lassen wirkt lukrativer, als für Geld zu arbeiten. Das Versprechen des Reichtums täuscht jemanden, um für Geld zu arbeiten, zugunsten derjenigen, die Geld für sie arbeiten lassen. Macht Geld bringt Ihnen Konsumgüter, Luxus-Lebensstile oder sogar Menschen...